Archiv für Dezember 2006

Nazis kämpfen für linksradikales Jugendzentrum

So steht es zumindest auf SpOn:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,455038,00.html

Aber gerade vom Spiegel ist man ja auch nichts anderes gewohnt:

„Die Proteste am Samstagabend richteten sich gegen die Schließung eines Jugendheims.“
Natürlich ist das Ungdomshus kein Jugendheim sondern ein Jugendzentrum.

noch mehr Nazis

„Nach Informationen des dänischen Fernsehsenders TV2 waren unter den Randalierern auch Ausländer, mutmaßliche Rechtsradikale aus der Skinheadszene.“
Na logo sind Nazis immer ganz vorne dabei, wenns darum geht linke Freiräume zu verteidigen. Da kämpfen die rechtsradikalen Skinheads dann auch mal gegen ihre eigene rechte Scheißregierung, damit die Zecken ihr Clubhaus behalten dürfen. Alles klar.

„Das 1982 besetzte und den Jugendlichen später von der Stadt Kopenhagen zur Nutzung überlassene Haus ist an eine Freikirche verkauft.“
Freikirche ist natürlich eine schöne Umschreibung für eine durchgedrehte, ausländerfeindliche und homophobe Sekte.
Aber wie gesagt SpOn eben.
Traurig nur das jetzt auch ein Martin Sonneborn auf der Gehaltsliste des Spiegel steht. Na gut, nicht wirklich traurig, muß schließlich jeder sehen wo er bleibt. Wirklich traurig ist dann aber doch was, da unter der Rubrik Spam an vermeintlicher Satire produziert wird.
Wozu denn überhaupt eine eigene Satireseite anbieten wenn man die größten Lacher einfach bei „abl/AFP/dpa“ abschreibt.

Zum einstand

Uwe Schünemann engagiert sich vor Ort für/gegen Killerspiele
wird gleich mal dick aufgetragen. Es geht um scheinheilige Politiker, Doppelmoral und, wie so oft wenn diese Wörter fallen, um Günther Beckstein. Dieser Günther, dessen traurige Existenz nur dadurch erklärbar scheint, daß er aus Bayern kommt, hat mit seinen Brüdern im Geiste, namentlich sei hier die nicht weniger traurige Gestalt des niedersächsischen Innenministers Uwe Schünemann erwähnt, zum Sturm auf die „Killerspiele“ geblasen. Schünemann, der wie Beckstein auch, mit seinem überlegenen Intellekt zielsicher die Ursachen für gewalttätiges Fehlverhalten erkannte, schlägt nun vor nicht nur Verkäufer von Killerspielen, sondern auch Spieler zu bestrafen. Woher diese Radikalität, dieser Wunsch stammt, Menschen mit Gewalt vom Spielen abzuhalten erklärt sich beim Lesen von folgendem Beitrag wie von selbst:

http://www.stern.de/blog/11_durchgespielt/archive/801_videospieler_vs_waffenlobby_01.html

Nun sind ja gerade Menschen, die der CDU nahe stehen, vielleicht sogar Mitglied in der Partei oder im ( wirklich ekelerregenden) schlimmsten Fall sogar CDU-Politiker sind, keine Menschen mit denen man gerne verkehrt. Vielmehr schaut man durch sie hindurch wenn sie einem die Hand schütteln wollen oder man macht ein Gesicht als ob man sich gerade mit einem Stock Hundescheiße unter der Schuhsohle wegkratzt. Wer gesellschaftlich dermaßen geächtet wird, der lernt ja leider auch nur Typen kennen die genau so kaputt sind. Womit sich der Kreis zu den Schützenvereinen schließt. Schünemann ist, wen wunderts, Mitglied im Sportschützenclub v. 1955 e. V. Holzminden.
Aus eigener Erfahrung weiß ich dass es sich bei Schützenvereinen im besten Fall um eine Ansammlung dauerbesoffener Vollhonks handelt deren Inzestschäden einem nicht sofort auffallen. Hier sammelt sich der traurige Rest von Versagern die es nicht geschaftt haben aus ihren mittelalterlichen Käffern zu verschwinden oder etwas sinnvolles aus ihrem Leben zu machen, außer Alkoholiker. Da man als Konservativer aber nicht einfach so Alkoholiker sein darf bedarf es einem gesellschaftlichen und kulturellem Überbau. Wenn schon saufen, dann aber mit Regeln und Gesetzen, Uniformen, Festumzügen, Knarren und einem dicken Packen tumber Tradition. Daher sind diese Vereine ein Hort von nationalistischen, volkstümlichen Volltrotteln die dämlich aus ihren Fantasieuniformen herausglotzen, Bier in sich hereinschütten und später im Vollsuff den 16jährigen Gardemädchen am Arsch rumfingern.
Also genau die Umgebung in der sich Typen wie Uwe Schünemann wohl fühlen.
Wenn dann wieder mal einer Amok läuft und ein paar Leute über den Haufen schießt dann werden seine Kumpels unruhig, klammern sich an ihren geliebten Knarren fest bis die Knöchel weiß hervortreten und murmeln das Charlton-Heston-Mantra vor sich hin. Immerhin scheint es ja naheliegend das Waffengesetz zu verschärfen. Die Leute werden zwar nicht mit Spielepackungen zu Tode geworfen aber ein Sündenbock muß her.
Das Schünemann ein Kenner der Materie ist zeigte er im Interview auf SpOn wo er zwar kein konkretes Killerspiel nennen konnte, immerhin aber forderte das „Spiele, in denen man Frauen verstümmeln kann“ verboten gehören. Müßig darauf hinzuweisen, das solche Spiel schon längst in Deutschland verboten sind.
Der Virtuelle-Schweine-Killer Schünemann befindet sich da in bester Gesellschaft mit Koryphäen der minimalen Denkleistung wie Beckstein.
Dieser forderte irgendwann mal das Beitrittsalter in Schützenvereine von 12 auf 10 Jahre zu senken. Wie schön.

Wer noch etwas Lachen will:
einen Holzmindener Schützenverein findet man hier: http://www.sc-eintracht-1905.de/start1.htm
Ist zwar nicht dem Uwe seiner aber so kann man sich wenigsten ein Bild von den duften Typen machen.

und einen hab ich noch:
http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/amok.html

Daraus einmal folgende Zitate:
„Für Deutschland konnte in einer entsprechenden Untersuchung zwischen 1980 und 1990 eine so genannte Ein-Jahres-Prävalenz (Anzahl der in einem Jahr betroffenen Personen) von 0,03 bei Männern und 0,002 (man beachte die zusätzliche Null) bei Frauen, bezogen auf 100.000 Bundesbürger, errechnet werden.“

Offensichtlich ist dann wohl die Gefahr eines Amoklaufs durch Männer um mehr als das 10fache höher als bei Frauen. Und dieser Risikogruppe werden in Schützenvereinen auch noch Waffen in die Hand gedrückt.
Und damit nicht genug:

„Überraschend ist der hohe Anteil (an Amokläufen,rb)von Personen mit Verbindungen zu „waffentragenden“ Berufen oder mit besonderem Bezug zu Waffen („Waffennarren“), nämlich 26% Soldaten und 7% Polizisten. Diese Prozentsätze sind deutlich höher als der Anteil an der entsprechenden männlichen Bevölkerung (so beträgt in Deutschland der Anteil der Soldaten an der männlichen Bevölkerung über 20 Jahre ca. 1,13%, derjenige der Polizisten ca. 1,07%).“

Da wäre es doch mal interessant zu erfahren, wie hoch der Anteil von „Killerspiel“-Spielern im Vergleich ist. Was sich da wohl für Konsequenzen ergeben für uns Uwe. Wahrscheinlich nicht allzuviele. Rücksichtslose und sozial verwahrloste Freaks wie Schünemann ziehen eh nur Konsequenzen für andere.
In diesem Sinne:
Disarm the police!