Archiv für März 2007

Hitler und Bienen!

Die Bienen sterben aus und in der Folge alle nicht bestäubten Pflanzen und zu guter Letzt vier Jahre später der Mensch. Hat Einstein gesagt und das war ein ganz Kluger. Vorher wird aber noch der Gröfaz durch das G8-Gastgeberstädtchen Bad Doberan entehrenbürgert und wenns nach der SPD geht auch noch gänzlich entdeutscht. Das trifft sich ja ganz vorzüglich, werden doch sonst eher Linke von den Rechten als vaterlandslose Gesellen beschimpft. Da aber, wie man in der 100. Doku über Hitlers Hund, Speichellecker, Hodensack und Gärtner (der es diesmal nicht war) gesehen hat, Hitler die alleinige Schuld am 2. Weltkrieg und allem hat, ist dann natürlich in letzter Konsequenz wer für die ganze Scheiße verantwortlich? Natürlich der Ausländer, der vaterlandslose Geselle himself, der Adolf! Das wiederrum könnte dann den Nazis gefallen. Endlich kann Deutschland sich selbst wieder in die Augen schauen. Niemand muß sich mehr hanebüchene Holocaust-Leugnungsfantasien einfallen lassen. Kein Zeitzeuge muß mehr, vor einer schwarzen Wand sitzend, wirres Zeug brabbeln, man hätte ja von nichts gewußt. Nein, stolz kann man sagen: Der Ausländer wars, der hat uns verführt, der hat gemacht das wir seine Mitausländer umbringen. Gut, das könnte natürlich auch das Ende der Stilikone Adolf Hitler sein. 88 müßte man in hmm? Heinrich Himmler? umdeuten. Die Spiegel-Auflage würde noch mehr einbrechen, weil nicht mal mehr die Nazis sich den kaufen um die beliebten Führer-Sammelbildchen-Titelblätter in ihr Poesie-Album zu kleben.
Vielleicht wäre es ja auch möglich Hitler posthum die Erdenbürgerschaft zu entziehen. Das würde ihn dann zum ersten Nachweis für Außerirdisches Leben machen. Mikroben auf dem Mars, paah! Unsere Aliens machen wir uns schon selbst!

Die Frauen wurden vergessen.

Keine Chance den Valentinstag zu vergessen. Bereits Wochen vorher läuft die unerbittliche Propagandamaschine im Radio und im Fernsehen an und um den Herren- oder Vatertag und die damit einhergehenden besoffenen Primatenhorden zu verpassen, müßte man sich schon in ein alkoholfreies Al-Qaida-Trainingslager nach Süd-Afghanistan begeben. Natürlich darf man auch den Muttertag nicht vergessen. Immerhin wird diesem Ehrentag wesentlich größere Aufmerksamkeit geschenkt als dem Frauentag. Das liegt aber wohl eher in der besseren kommerziellen Verwertbarkeit begründet. Immerhin gibts da nicht nur ne schnöde Nelke sondern auch mal nen ganzen Blumenstrauß oder Pralinen. Da kann Frau als Mutter mal etwas Anerkennung tanken zumal der Wert der Frau in der Gesellschaft mit zwei Kindern enorm ansteigt, ab dem vierten Kind allerdings wieder genauso stark abfällt und sich die sechsfache Mutter in der Vorstellungswelt der meisten Menschen am Muttertag höchstens noch über ein weiteres Kind und eine Kiste Sternburger Export oder eine Flasche Obstbrand freuen darf. Außerdem hat nunmal jeder eine Mutter (und einen Vater) was bekanntlich in der Natur der Sache liegt, aber nicht jeder hat eine Frau oder ist gar selbst eine. Insofern bleibt der Frauentag daher ein Nischentag oder ein Minderheitentag. Die üblichen Verdächtigen bemängeln die immer noch unvollständige Gleichberechtigung der Frauen. Keine Horden feiernder und betrunkener Frauen trudeln auf Fahrrädern durch die Gegend, dem Frühjahr gemäß Weidenkätzchen hinter den Lenker geklemmt und bepöbeln verschreckte Männer mit Aktentaschen, die zu ihren immer noch höher bezahlten Jobs huschen.

Beim Frauentag bleibt alles ruhig.
Dabei stieg die größtmögliche Frauentagsparty bereits vor drei Tagen in Kopenhagen als das Ungdomshuset abgerissen wurde. Genau dort wurde vor 97 Jahren der Frauentag beschlossen. Jetzt liegen dort nur noch Schutt und Trümmer.