Archiv für Dezember 2007

Heute Abend!

viel besser als deine Band

Noch einmal Rindermann: Ein bißchen ganz klare Distanzierung

Der AstA der Uni Paderborn ist jetzt auch gegen Rindermann, und zwar weil:

„Prof. Rindermann scheint hier einige Begrifflichkeiten zu vermischen, in unklarer Definition zu verwenden und persönliche Erfahrungen mit empirischen Untersuchungen zu verwechseln.“

Da bleibt nur zu hoffen, daß der Herr Rindermann die Begrifflichkeiten in Zukunft nicht mehr so durcheinanderpurzeln läßt. Es ist nämlich total wichtig, wenn schon rassistisch und völkisch argumentiert wird, daß z. B. die Begriffe „Volk“ und „Rasse“ auch vernünftig voneinander getrennt und ordentlich definiert sind. Und da ist Rindermann im Interview wirklich etwas nachlässig und auf keinen Fall darf er seine persönlichen Erfahrungen mit „dummen Buschmännern“1 mit „empirischer Forschung“ verwechseln. Wenn Herr Rindermann seinen Rassismus schon wissenschaftlich untermauern will, dann wenigstens wissenschaftlich korrekt.
Daß es eine knifflige Sache ist, die Rassenlehre wissenschaftlich korrekt zu belegen (manch eine/r ist sogar der Meinung, das wäre unmöglich) weiß auch der Asta:

„Wie Prof. Rindermann selber bestätigt, beruft er sich in seinem Interview im Deutschlandradio auf Theorien die nichts weiter sind, als Spekulationen über ein höchst komplexes und schwieriges Themengebiet.“

Also, Rindermann, wenn schon Rassenlehre, dann bitte keine Spekulationen sondern Fakten, auch wenn das schwierig und komplex sein sollte.

„Von einem Wissenschaftler sollte man erwarten dürfen, dass er sich über die politischen Auswirkungen solcher unbedachter Äußerungen im klaren ist und sich der Verantwortung bewusst ist, die Meinungsäußerungen seinerseits als Experte mit sich bringen.“

Hier wird schon der Wunsch nach der Distzanzierung von sich selbst vorbereitet. Irgendwie muß das alles ein Versehen gewesen sein, auf keinen Fall kann Rindermann seine Äußerungen so gemeint haben wie er es gesagt hat. Da war er wohl kurz etwas unbedacht oder verantwortungslos. Jedenfalls sollte das einem Wissenschaftler nicht passieren. Da es sich also nur um eine Unbedachtheit oder ein Versehen handeln kann:

„… fordert der AStA-Paderborn Prof. Rindermann hiermit auf, sich ganz klar von der Position zu distanzieren, dass aktuelle Forschungen darauf hindeuten, Ergebnisse von Intelligenztests würden sich auf genetische Unterschiede zwischen ethnischen Gruppen zurückführen lassen.“

Na also. Ein Lippenbekenntnis, mehr braucht es doch nicht. Und dann? Business as usual. Harmonie ist wieder hergestellt. „Komm her, du Racker.“ Ein bißchen den Kopf wuscheln und alles ist wieder super. War schon nicht so gemeint, gelle?

Die ganze Stellungnahme gibt es hier.
Das Interview nach wie vor hier.

  1. Das Interview hatte ursprünglich die Überschrift “ Dumme Buschmänner – Kluge Asiaten“. [zurück]

Hitler geht immer 3

Auch die Titanic macht mit:

hitler mal wieder

„Diese These, das eine Volk ist intelligenter als das andere, das wird ganz schnell rassistisch interpretiert.“

Heiner Rindermann erhält beim Deutschlandfunk die Gelegenheit seine „Forschungsergebnisse“ vorzustellen.
Der Beitrag kann hier durchgelesen werden. Laut einer Ergänzung auf Indymedia wurde das Interview nach Erscheinen vom DLF überarbeitet bzw entschärft. Ob das stimmt, weiß ich nicht. Den Indymedia-Artikel gibts hier.
Ein weiterer Beitrag zum Thema findet sich bei Citronengras.

Du mußt Kinder kriegen!

Es gibt anscheinend eine neue „Du bist Deutschland“-Kampagne und würde es nicht tapfere Blogger geben, die sich ohne Rücksicht auf Verluste in diese finsteren Regionen begeben, das alles wäre völlig an mir vorbeigegangen, da der Fernseher in meinem Zimmer ausschließlich zum Golfspielen mit der Playstation 1 genutzt wird. Aber das ahnt bigmouth schon ganz richtig in seinem lesenswerten Beitrag.

Heim in die Volksgemeinschaft

Da RTL nun die Rechte an der Geschichte des wegen versuchter Vergewaltigung angeklagten Marco aus Uelzen besitzt, hoffe ich, daß sich bald die Supernanny um die ganze Sache kümmert. Da könnte ein riesiges Samstag-Abend-Feature aufgezogen werden. Die Aufarbeitung der Geschichte in diesem Umfeld würde wahrscheinlich auch den meisten Marco-Fans gefallen. Die televisionäre Verlängerung der Bildzeitung, Franz Josef Wagner moderiert, es gibt nachgestellte Szenen mit Laiendarstellern, Nazan Eckes sitzt irgendwo rum und zeigt, daß wir trotzdem alle Freunde sind, irgendwie, zwischendurch wird der Dalai Lama zugeschaltet und sondert irgendwelchen Durchfall ab und am Ende wird per Zuschauervoting entschieden ob sich die GSG9 um die dreisten Engländer kümmern soll, die dem armen Marco wegen einer ganz gewöhnlichen, romantischen Urlaubszwangsfickerei solche Scherereien gemacht haben.

Andererseits, so eine Blitz-Karriere wie Marco sie hingelegt hat, das muß man erstmal schaffen. In Urlaub fliegen, es so richtig mit ein paar 13-jährigen Mädchen krachen lassen und kurz darauf wegen versuchter Vergewaltigung verhaftet werden. Jetzt beginnt erst der gemütliche Teil. Im unwirtlichen „Türken-Knast“ die Beine hochlegen und zuschauen wie sich eine internationale Krise anbahnt, in der Deutschland der Türkei die Umsetzung von Gesetzen vorwirft, die die Türkei auf Drängen Deutschlands und der EU gerade eingeführt hatte. Als bei den heißblütigen Deutschen sich langsam die Erkenntnis durchsetzt, daß bei einem vergleichbaren Fall in Deutschland die Gesetzeslage ähnlich oder genauso wäre, wird auf Verfahrensfehler und die unmenschlichen Bedingungen im „türkischen Horrorknast“ umgesattelt. Weil aber ein Brei so richtig nur durch viele Köche verdorben werden kann, melden sich noch jede Menge Stammtisch- und Salonrassisten zu Wort, irgendwann auch die Kirche und überhaupt jeder der seinen Sermon oder seine Vorurteile über Ausländer und den Islam im Allgemeinen und Türken im speziellen loswerden will. Das Opfer spielt dabei selbstverständlich keine Rolle. Es wird höchstens darauf hingewiesen, daß das Mädchen bei ihrem Alter gelogen hat, womöglich noch einen Minirock anhatte und überhaupt in ihrem Alter auf solchen Parties oder was auch immer nichts verloren hat, somit 1. schon selbst Schuld dran ist, wenn sie vergewaltigt wird 2. die Eltern offensichtlich ihre Aufsichtspflicht vernachlässigt haben und zumindest eine Mitschuld an der versuchten Vergewaltigung ihrer Tochter haben. Außerdem vergißt man nicht zu erwähnen, daß es sich bei der Mutter um eine hysterische Zicke handelt.
Das alles ist für Marco natürlich voll dufte. Sein Volk scharrt sich hinter ihm zusammen. Der mutmaßliche Täter ist das arme Opfer, das im Knast Psychofolter und Kantinenessen erdulden muß und während auf die 13-jährige und deren Eltern eingeprügelt wird, würde niemand auf die Idee kommen zu schreiben, daß es sich bei Marco um einen rücksichtslosen, pubertierenden Kotzbrocken mit Samenstau handelt. Außer vielleicht FJW, aber der sieht das bekanntlich eher als Auszeichnung.
In der Türkei ist man derweil beleidigt wegen der aufgeblasenen Arroganz der Deutschen und beschließt Dienst nach Vorschrift zu machen. So kann die Geschichte wie stinkender Käse im Keller reifen.
Nach 8 Monaten wird Marco bis zum Prozess auf freien Fuß gesetzt. In diesen 8 Monaten hat das „Knast-Martyrium“ die Anschuldigungen, wegen denen er überhaupt eingesperrt wurde und die von seinen Fans eh nie allzu ernst genommen wurden, großflächig überdeckt.
Die Rückkehr des Volkshelden aus finsterer Gefangenschaft wird gebührend gefeiert. Marco-Stofftiere verdrängen den kleinen, mittlerweile schmuddelig-fetten Knut aus den Regalen. Über die Reise nach Deutschland, stilecht im Privatjet, wird im Minutentakt berichtet, als würde da auch nur irgendwas im entferntesten Interessantes passieren, der Papst dürfte direkt neidisch werden.
Ja, da kommt einer, der sich vielleicht etwas daneben benommen hat, aber der in finsterer Stunde tapfer und aufrecht stand und dem fiesen, mittelalterlichen Islam die Stirn geboten hat. Einer, den sie nicht brechen konnten. Ein richtiger deutscher Volksheld findet den Weg heim in die Volksgemeinschaft.

Als hätt ich es nicht geahnt.

Welcher Horrorfilm-Charakter bin ich?

Wer mich kennt weiß, daß ich IMMER mehr Fresse als meine Kollegen.

(da gefunden)

Selbstbezogenheit rules

Eine kurze Referer-Schau des letzten Monats:

1. Eigentlich hätte ich es wissen müssen. Benutz dieses Wort in diesem kurzen Beitrag und du kriegst solche Referer:

- erzwungene bukkake

- die heftigsten bukkake

- bukkake fans

und jetzt wirds bestimmt nicht besser. Gibt es dafür auch eine Internet-Regel? So wie Rule 34? Vielleicht sogar eine mathematische Formel mit der ich ausrechnen kann, wie die Google-Referer ansteigen wenn ich pornographische Wörter benutze? Bei einer Kombination aus Wörtern wirds bestimmt schwieriger.

2. Dagegen ist das hier richtig heile Welt:

- norwegische finanzdaten

Allerdings bin ich auf dem Gebiet genauso inkompetent, es ging ja auch um die amerikanischen. Es bleibt nach wie vor festzuhalten, daß die Situation von John McClane nicht ganz befriedigend gelöst wurde. Snake Plissken bleibt das Vorbild.

3. Das ich diesem Menschen bei seiner Suche nicht helfen konnte, darüber bin ich allerdings recht froh:

- Kraftschlag alle Alben

Wer weiß, vielleicht hat er etwas gefunden, wonach er gar nicht gesucht hat? Zur Auflockerung empfehle ich mal folgendes Lied:

4. Bei diesen kleinen Viechern scheine ich nun aber doch eine ziemliche Kapazität zu sein:

- Gehirnbandwurm

Zumindest laut Google-Treffern.

5. Warum jemand nicht seine Schuhe, sondern seine

- socke wichse(n)

will, weiß ich nicht. Helfen kann ich dabei ebenfalls nicht, auch keine Tips geben, aber ich habe immer noch einen Sack mit Socken abzugeben. Damit kann geübt werden.

6. Immerhin mit etwas Kompetenz kann ich bei folgendem Referer auftrumpfen:

- coole comic bösewichte

Die Frage ist: Gilt der Punisher auch? Und wer findet den überhaupt cool? Den Faschist! Und Deadpool? Vielleicht Zora aus „Grendel: Tod und Teufel“. Oder Jackie Estacado? Evil Ernie? Manche finden seinen imaginären Kumpel und Button ja noch besser:

der button vom ernie

7. Der Schweriner CDU-Stadtpräsident Andreas Lange stolperte kürzlich über seinen Laptop, den er bei einer Prostituierten „vergessen“ hatte. Ob ihm das in diesem Laden auch passiert wär, weiß ich nicht:

- puff Wöbbelin

So richtig eklig wird es, wenn sich in dieser Sache dann noch die bündnisgrüne Stadtfraktion zu Wort meldet.

8. Es gibt auch in anderen Nestern Bordelle:

- neukölln privat puf

Ob der- oder diejenige beim 6. Versuch auf diesem Blog innerhalb eines Tages endlich Glück hatte, wage ich zu bezweifeln.
Gibt es wenigstens dafür eine Internetregel? Erwähne einen bestimmten Ort und du kriegst Puff-Referer? Puff Fleckenhagen? Puff Wie-hieß-es-noch am See? Puff Tötensen?