Archiv für Mai 2008

Kleinkunst

und wohl das Beste vom letzten 1.Mai:

Begruessungszitat von Slackware heute:

The five rules of Socialism:

1. Don‘t think.
2. If you do think, don‘t speak.
3. If you think and speak, don‘t write.
4. If you think, speak and write, don‘t sign.
5. If you think, speak, write and sign, don‘t be surprised.

— being told in Poland, 1987

Videoabend

Erst den
Die rote Flut
und dann den.
Im Alleingang

Das Internet?

Das Theater bei SpOn ueber Sparkassenwerbung auf Pornoseiten ruehrt wohl daher, dass die Spiegeljournalisten zwar ihre Arbeitszeit mit der Kontrolle von Werbebannern oder -layern auf Porno- und anderen Downloadportalen verbringen (Was sollte man dort auch sonst tun, wa?), aber keinen Schimmer haben, was das Internet eigentlich ist bzw wofuer es da ist.
Nun, um diesen Mangel zu beheben ein kleines Lehrvideo.

Tapfer: SpOn bekaempft Werbung!

Konrad Lischka packt ein ganz heisses Eisen an. Sex und Crime deluxe: SportCheck, Karstadt, Tuifly und andere grundsympathische Unternehmen werden auf Hardcoreporno-Seiten beworben! Huuu! Und auf Raubkopierseiten! Skandal! Da muss doch was getan werden? Am besten die Unternehmen verklagen.

Der ganze Artikel, unterteilt in fuenf Abschnitte um die Klicks zu erhoehen und so bei den eigenen Werbepartnern etwas mehr abzusahnen, liest sich wie eine Auftragsarbeit der Platten- und Filmindustrie, inklusive Drohung mit rechtlichen Schritten an die geouteten Unternehmen.

Ausserdem: die Bildergalerie! Warum wird die Adressleiste in den Screenshots weiss ueberpinselt, wenn in 4 von 6 Bildern die Adressen oder Seitennamen trotzdem noch auf den Bildern zu erkennen sind?
Ach, was solls. Weiter so, Spon!

Vergessene Crossover-Heroen 2: K2 – Der Berg ruft

Neulich Eurotrash-Party. Da faellt mir doch dieses Lied ein, das war Mitte der 90er in der Dorfdisco meines Heimatortes ein Riesenhit. Ja, damals: (verklaertes seufzen) Waehrend ich vorsichtig an meinem Whiskey-Cola nippte und versuchte aelter auszusehen als 15 liess ich mir von irgendeinem Typen erklaeren, dass ich zu diesem Lied tanzen muesste als ob ich Ski fahre. Er trug eine signalfarbene Bauarbeiterweste und hatte sich Leuchtstaebchen um die Handgelenke gebunden. Er war der erste Raver im Ort und ich fand er muesste wissen, wie man sich zu dieser Musik bewegt. Ich tanze heute noch so.
Bei Youtube, dem Auffangbecken fuer zu Recht vergessenes, findet sich selbstverstaendlich das Video zum Lied und wer haette gedacht, dass der Taenzer spaeter mal Daniel Aminati heisst und dem Prekariat allabendlich nach den Simpsons erklaert wie Fleischwurst grossindustriell hergestellt wird oder aehnliches.
Naja hier kommen die laengst vergessenen K2 mit „Der Berg ruft“. Ich sag mal Eurodance, Reggiieh und Volksmusik plus Kiss-Zitat. Das sollte reichen.

Nationalismus 2.0

Die Zeiten werden nicht einfacher. Frueher ja, da bruellte der Nationalist „Auslaender raus!“ und „Arbeit zuerst fuer Deutsche!“ und die Welt war in Ordnung. Dann kam die Globalisierung und alles wurde komplizierter. Jetzt werden den Deutschen die Arbeitsplaetze nicht mehr im Inland, sondern sogar im Ausland von den Auslaendern weggenommen. Ein Update musste her, sozusagen Nationalismus 2.0. Wie dieser aussehen koennte zeigte mir eine aeltere Frau, als sie in einem Gespraech ueber Produkte aus Billiglohnlaendern die Forderung aufstellte: „Die Chinesen da unten in China, die sollen sich gefaelligst ihre eigenen Arbeitsplaetze suchen!“